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Mittwoch, 2. Mai 2007

Semmel

Über die Herkunft des Wortes Semmel:
Seinen Anfang nahm es im Assyrischen, in dem samidu feines Mehl bezeichnete. Die Griechen übernahmen das Wort und verfeinerten seine Bedeutung: Semidalis nannten sie speziell feines Weizenmehl. Die Römer schauten den Griechen nicht nur die Götter ab, sondern auch so manches Wort. Feinstes Weizenmehl hieß bei ihnen fürderhin simila.
Unsere Althochdeutsch sprechenden Vorfahren verwendeten für feines weißes Mehl die beiden Wortformen simila und semela. Im Mittelhochdeutschen verschob sich die Bedeutung nach und nach vom Rohstoff zum Endprodukt, dem aus feinem Mehl gebackenen Brot, wozu übrigens auch die Hostien gehörten. Gleichzeitig wandelte sich die romanische Endung -a zur german[is]chen weiblichen Endung -e und wurde schließlich ganz fallengelassen. Im Neuhochdeutschen fand die übliche Konsonantenverdoppelung von der Semel zur Semmel statt und die Bedeutung wurde weiter differenziert, bis als Semmel nur noch eine ganz bestimmte Brotart bezeichnet wurde: das kleine, runde, aus feinem Weizenmehl gebackene Brötchen.
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