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Sonntag, 17. Juli 2011

Warnung vor E-Books

Im Juni warnte Richard Stallman in einem Artikel vor E-Books: The Danger of E-books [PDF]. [heise.de]
Das Gefährlichste an den im Handel erhältlichen elektronischen Büchern ist das Digital Rights Management (DRM), weil es den Käufer in der Nutzung des E-Buchs einschränkt: man muss proprietäre Software verwenden, die kontrolliert auf welchen Geräten das Buch gelesen werden darf.

Vor kurzem habe ich mein erstes elektronisches Buch gekauft und mir damit auch einigen Ärger eingehandelt. Das Buch, das ich gekauft habe, habe ich bereits in mehrfacher gedruckter Ausführung (von der Erstausgabe bis zu einer aktuellen Taschenbuchausgabe). Ich habe es mit der Absicht gekauft eine computergestützte Textanalyse durchzuführen.
Bereits der Kaufvorgang offenbarte Hürden. Der Kauf des Buchs aus dem Fischer-Verlag kann nur erfolgen, wenn die Software Adobe Digital Editions installiert ist. Diese ist verfügbar für Windows und Apple, aber nicht für Linux, das ich verwende. Deshalb musste ich mit einer Windowsemulation herumscheißen, bis die Software auf meinem Computer lief.
Schließlich hatte ich das E-Buch auf meiner Festplatte und wollte mich an die Textanalyse machen. Die Software für die Textanalyse kann jedoch nichts mit dem Epub-Format, in dem das E-Buch geliefert wird, anfangen; sie benötigt eine reine Textdatei. Das ist ein weiteres Problem: das E-Buch im Epub-Format kann nicht in eine reine Textdatei konvertiert werden, weil DRM eine Umwandlung in ein anderes Format unterbindet. Die einzige Möglichkeit, das E-Buch zu jenem Zweck zu nutzen, für den ich es gekauft habe, war demnach die Umgehung des DRM-Schutzes. Bis ich das bewerkstelligt hatte, verging weitere kostbare Zeit.


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dirk.schroeder, 25. Juli 2011, 15:57
Elektrische Leser, igitt.
Dass keine computergestützte Textanalyse durchgeführt werden kann, ist eine der häufigeren Forderungen belletristischer Autoren an die E-Book-Pläne ihre Verleger. Auch Argument gegen Google Books. Und ich erhalte Kartons mit Ausdrucken von Leuten, die nicht fürchten, dass ich die Texte klaue, nur, dass ich sie untersuche. Komme ich doch dazu, will kaum einer die Resultate kennen. Da mache man sich "bloß verrückt".

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cri, 28. Juli 2011, 01:49
Der von mir untersuchte Autor kann gar nichts gegen eine computergestützte Textanalyse haben. Er starb, als die ersten Vorgänger unserer heutigen Computer gebaut wurden. Aber das Urheberrecht erlischt erst in ein paar Jahren.

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